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Die Stinker unter uns

Eine diabolische  Geruchsbelästigung

Steht total auf Joop - ACSOTR CEO - Theo Dedy
Steht total auf Joop - ACSOTR CEO - Theo Dedy

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt ja so viele tolle Dinge auf der Welt: Sonnenschein, Regenbögen, Blumen, niedliche Katzen Bilder und… oh ja, wie könnte ich es vergessen,

stinkende Kollegen! Was für ein Segen, dass wir täglich mit dieser diabolischen  Geruchsbelästigung auf zwei Beinen leben dürfen!

 

Heute möchte ich euch von einem Phänomen erzählen, das die meisten Kollegen buchstäblich die Tränen in die Augen treibt - und das nicht vor Lachen, sondern vor Ekel! Es gibt tatsächlich Kollegen auf den Straßen, die ihre Hygiene vernachlässigen, als hätten sie ein persönliches Abonnement für extrem schlechte Gerüche. Nichts ist schlimmer als ein Lkw-Fahrer, der scheinbar nie von dem Konzept der Körperpflege gehört hat und eine Duftnote aus Schweiß und Urin hinter sich herzieht.

 

Es gibt Fahrer, die regelmäßig ihre Kleidung wechseln und sich darum kümmern, frisch zu riechen. Aber dann gibt es die anderen, die anscheinend denken, dass es okay ist, wochenlang die gleichen schmutzigen Klamotten zu tragen und ihren Körpergeruch ungehindert in der Welt verteilen. Man kann es nur als Körperverletzung bezeichnen, wenn jemand den Geruch seiner verschwitzten Achselhöhlen in die Warenannahme mitbringt. Das ist nicht nur ein Angriff auf unsere Nasen, sondern auch auf unsere Grundfesten als menschliche Wesen! Wer braucht schon Seife und Deo, wenn man sich einfach nach dem Motto ...

 

"Ungewaschen, riecht Schweiß und Urin immer noch doch am besten"

 

... durchs Leben schwingen kann? Ich meine, wir Brummi Fahrer sind schon hart im Nehmen - wir kämpfen gegen Verkehrsstaus, ungeduldige PKW-Fahrer und manchmal auch gegen das Verlangen nach einem ordentlichen Powernap. Aber nichts, und ich meine wirklich absolut NICHTS, ist schlimmer als in einer beengten Warenannahme zu stehen und eine Duftwolke aufzunehmen, die sämtliche Duftkerzen der Welt in den Schatten stellt!

Da frag man sich gelegentlich ob man gerade in den Hangar einer ehemaligen Käsefabrik eingetreten ist. Manche Kollegen haben einfach vergessen, dass Duschen Teil der Zivilisation ist. Hygiene ist keine Option, liebe Kollegen, es ist ein Gebot der Menschlichkeit! Aber wer braucht schon Menschlichkeit, wenn man stattdessen seine Mitmenschen mit einer widerwärtigen Geruchsbelästigung beglücken kann?

 

Wenn man schon 24/7 in seiner fahrbaren Behausung lebt, sollte man doch wenigstens für eine einigermaßen passable Duftnote sorgen können, oder? Obwohl manche behaupten könnten, dass diese Stinker einen ähnlichen Effekt auf die Nasenschleimhäute haben wie ein großzügiger Schuss Wasabi, umklammern wir Lkw-Fahrer trotzdem lieber unsere Gasmaske, als dem Geruchsterror schutzlos ausgeliefert zu sein.

 

Aber im Ernst: Lasst uns einen Moment innehalten und überlegen, wie wir gemeinsam diesen Geruchs-Wahnsinn beenden können. Könnten wir nicht einfach eine Hygiene-Kampagne starten? Wenn wir schon Geld für Fahrradwege in Peru ausgeben, werden wir doch sicherlich noch ein paar Euros für eine Hygiene-Kampagne für Trucker übrig haben, oder? Schließlich ist es wichtig, nicht nur den Verkehr in Peru zu verbessern, sondern auch sicherzustellen, dass unsere Trucker und Warenannahmen frisch und duftend bleiben! Denn mal ehrlich, wer möchte schon in einem Land leben, in dem man aufgrund des Gestanks seinen eigenen Atem anhalten muss?

Ja, liebe Stinker, ihr habt es geschafft, dass das Land Atemkurse und Hygiene-Kampagne für Trucker anbieten muss!

 

Also bitte, liebe Stinker unter uns, nehmt euch ein Herz, nehmt eine Dusche und sprüht euch großzügig mit Deo ein. Es wird euch nicht verleugnet, dass das Leben auf der Straße hart ist, aber muss es denn auch so riechen? Vielleicht könntet ihr eure Kollegen sogar mit einem angenehmen Duft überraschen statt mit dem Geruch eines sterbenden Leguans. In einer Welt, in der wir von Werbung für Parfüms und Deos bombardiert werden, ist es schon ein Wunder, dass einige von uns dennoch keinen Wert auf die eigene Geruchsneutralität legen. Was für ein Einspruch gegen die moderne Gesellschaft! Seid mutig, liebe Stinker, und entdeckt die Wunder der Körperpflege.

Eure Nase, eure Kollegen und letztendlich eure Mitmenschen in der Warenannahme werden es euch danken.

Also, atmen wir tief durch und machen das Beste aus den Riechattacken die uns manchmal zum Würgen bringen!

 

In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine angenehm duftende Woche!

Euer Joop-Fan

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Kommentare: 4
  • #1

    Sonja (Dienstag, 16 Januar 2024 12:59)

    Vielen dank für diesen wirklich spitzen Beitrag, meine Kolleginnen und ich haben damit Tagtäglich zutun. Es ist einfach widerlich.

  • #2

    Heinrich (Dienstag, 16 Januar 2024 13:11)

    Bester Mann �

  • #3

    Jenny Gross (Dienstag, 16 Januar 2024 13:12)

    Jeder hat ein Recht zum sticken.

  • #4

    Heike (Sonntag, 21 Januar 2024 07:34)

    1000% richtig einige riechen extrem widerwärtig